Vitamine

Hätten Sie es gewusst?

Krankheiten als Folge von Vitaminmangelerscheinungen wurden erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts als solche erkannt. In der Annahme, dass es sich um ernährungsbedingte Krankheiten handele, versuchte man bestimmte Krankheiten wie Beri-Beri, Skorbut und Rachitis zunächst durch Zufuhr entsprechender Nahrungsmittel zu bekämpfen. Nachdem mit Hilfe von Tierversuchen die Hypothese bestätigt werden konnte, dass die Krankheiten durch das Fehlen bestimmter Nahrungsbestandteile verursacht wurden, führten weitere Tierversuche dazu, diese speziellen essentiellen Nahrungsbestandteile und aus diesen schließlich die jeweiligen Vitamine selbst zu isolieren.

Vitaminversorgung durch Fleisch- und Wurstwaren

Ein Schweineschnitzel natur enthält etwa 75 Prozent Wasser, 22 Prozent Protein und 2 Prozent Fett. Mineralstoffe schlagen mit insgesamt 1 Prozent zu Buche, davon sind Eisen, Zink, Kalium und Selen die bedeutendsten. Schweinefleisch hat einen besonders hohen Gehalt an Vitamin B1, liefert aber auch weitere Vitamine der B-Gruppe und die Vitamine A, E und K.

Auch der Gehalt an Vitamin B6 (Pyridoxin) ist relativ hoch. Ein Schweineschnitzel liefert etwa den halben Tagesbedarf an Vitamin B6 einer erwachsenen Frau und 40 Prozent eines erwachsenen Mannes. Vitamin B6 braucht unser Körper für den Proteinstoffwechsel, für verschiedene Funktionen des Nervensystems sowie die Bildung von roten Blutkörperchen und Antikörpern.

… und im Rindfleisch?

Mageres Muskelfleisch vom Rind besteht aus etwa 21 Prozent Eiweiß, 2 Prozent Fett und etwa 75 Prozent Wasser. Das Eiweiß hat auf Grund der Zusammensetzung der Aminosäuren eine hohe biologische Wertigkeit, das heißt, der menschliche Körper kann es gut verwerten. Zusätzlich enthält es Vitamin B, A und D sowie Mineralstoffe wie Eisen.

… und das Geflügel?




Alle Geflügelarten enthalten wertvolle Vitamine wie B-Vitamine, Niacin und Vitamin C. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalium. Huhn, Pute und Gans punkten mit einem Niacingehalt von 7 Milligramm pro 100 Gramm Fleisch. Die Gans liefert zwar nur halb so viel Niacin, dafür besitzt sie einen hohen Eisengehalt von 2,5 Milligramm. Aufgrund seiner chemischen Form ist das Eisen besonders gut zu verwerten.

Wie allen anderen Fleischsorten enthält Geflügel viel Eiweiß. Putenbrust beispielsweise besteht zu einem Viertel aus Eiweiß. Das Geflügel-Eiweiß ist besonders hochwertig, weil es dem Eiweiß im menschlichen Organismus sehr ähnelt.

So groß die Familie des Geflügels ist, so unterschiedlich ist ihr Nährstoffgehalt. In punkto Fett sind Hähnchen- oder Putenbrust mit nur einem Gramm Fett pro 100 Gramm Fleisch die Leichtgewichte der Familie. Etwas mehr Fett, nämlich 6 bis 11 Gramm, bringen die Keulen auf die Waage. Entenfleisch enthält 17 Prozent Fett. Gans weist mit circa 30 Prozent den höchsten Fettgehalt auf. Ein Großteil besteht jedoch aus ungesättigten Fettsäuren, die positiv auf die Gefäße wirken. Wegen des Kaloriengehaltes sollte Gänsefleisch nur in Maßen verzehrt werden.

Fisch die unterschätzte Vitaminbombe




Tiefgekühlte Fischprodukte sind meist nicht von schlechterer Qualität als frische Fische: Sie werden fangfrisch noch auf dem Schiff verarbeitet und schockgefrostet. Die Nährstoffe bleiben dabei erhalten. Auch Dosenfisch ist an sich so gut wie frischer Fisch, da durch die Hitzesterilisation die Nährstoffe nicht verloren gehen. Die Soßen und Marinaden in denen der Konservenfisch jedoch häufig eingelegt ist, sind sehr fett und laugen die Vitamine aus dem Fisch.

Ob aus dem Meer, aus Seen oder Flüssen alle Fische enthalten hochwertige Eiweiße. Einige Fische, darunter Kabeljau, bestehen zu fast 20 Prozent aus Proteinen. Der Körper kann diese etwa als Baumaterial für die Zellen verwerten. Kabeljau enthält zudem Jod. Dieses unterstützt die Funktion der Schilddrüse und fördert somit den Stoffwechsel.

Fisch enthält Jod, Mineralstoffe, Vitamine und Omega-3-Fettsäuren. Letztere muss der Mensch über die Nahrung aufnehmen, da der Körper diese essenziellen Fettsäuren nicht selbst herstellen kann. Es reiche, ein- bis zweimal in der Woche Fisch zu essen, sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Die Wahrheit über Eier



Das Ei enthält viele Nährstoffe, die der Körper für Wachstum und Entwicklung braucht.

Mengenmäßig führt dabei das Vitamin A die Tabelle an. Es ist vor allem für die Funktion der Augen von Bedeutung. Aber auch die B-Vitamine, die Ihr Körper zum Beispiel für die Funktion der Nervenzellen benötigt, kommen reichlich in jedem Hühnerei vor. Unter den Mineralstoffen sind Kalzium, Phosphor, Natrium und Eisen mengenmäßig am stärksten vertreten.

Bereits in der Antike galt das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit und Leben. Diese Annahme ist gar nicht so weit hergeholt: Im Ei steckt alles, was für unseren Organismus lebensnotwendig ist. Ein durchschnittliches Hühnerei enthält etwa neun Gramm Eiweiß, acht Gramm Fett und Spuren von Kohlenhydraten. Und außer Vitamin C ist es reich an sämtlichen Mineralstoffen und sonstigen Vitaminen.

Sowohl im Eigelb als auch im Eiweiß befinden sich die Vitamine, etwas mehr sind allerdings im Dotter enthalten.