Vitamin B1

Vitamin B1:

Vorkommen, Funktion und mehr

Vitamin B1 ist ein wasserlösliches Vitamin, das im Körper besonders für die Funktion des Nervensystems eine entscheidende Rolle spielt. Wird zu wenig Vitamin B1 aufgenommen, tritt ein Vitamin B1-Mangel auf, der im Körper gravierende Störungen zur Folge haben kann. Um einem Vitamin B1-Mangel vorzubeugen, empfiehlt sich besonders der Verzehr von Lebensmitteln wie Schweinefleisch, Leber, bestimmten Fischarten sowie Hülsenfrüchten.

Thiaminmangel kann bei ausschließlicher Ernährung von geschältem und poliertem Reis bzw. Weißmehlprodukten entstehen.Die Folge: Durch die Bearbeitung wurde die vitaminreiche Schale entfernt besonders in Regionen wie Japan und Ostasien trat Beriberi sehr häufig auf; dort zählt Reis zu den Hauptnahrungsmitteln. Er führt zu Störungen im Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel. Typische Symptome: neurologische Ausfälle, Skelettmuskelschwund, Herzmuskelschwäche, Ödeme.

Häufigste Ursache für einen Vitamin B1-Mangel ist eine Fehlernährung und/oder ein Alkoholmissbrauch. Aber auch durch Stress, Rauchen, Leistungssport, die Einnahme der Anti-Baby-Pille sowie durch eine Schwangerschaft steigt das Risiko für einen Vitamin B1-Mangel deutlich an.

Alzheimer Patienten zeigen eine verminderte Glucose und Sauerstoffverwertung im Gehirn, die mit einem Thiaminmangel einhergehen.




Wird dem Körper über einen Zeitraum von zwei Wochen kein Vitamin B1 zugeführt, sind die im Körper gespeicherten Reserven bereits zu 50 Prozent entleert. Nach spätestens 40 Tagen sind die Vitamin B1-Vorräte dann komplett aufgebraucht der Mensch ist also auf eine regelmäßige Zufuhr von Vitamin B1 angewiesen.

Eine Überdosierung von Vitamin B1 ist über die Aufnahme von Lebensmitteln nicht möglich, da überflüssiges Vitamin B1 über die Nieren wieder ausgeschieden wird. Zudem kann der Körper über den Verdauungstrakt nur kleine Mengen an Vitamin B1 aufnehmen. Somit kann eine Überdosierung nur durch die Injektion einer hohen Dosis etwa die hundertfache Tagesdosis hervorgerufen werden.

In Südamerika wird häufig Thiamingabe vor Reisen in das Amazonasgebiet als Abwehr gegen Moskitos eingesetzt, da die Mücken den Geruch ablehnen würden. Die Schutzwirkung ist individuell verschieden und wird von zahlreichen Autoren angezweifelt.